Robin Mckelles außergewöhnliche Stimme könnte man folgendermaßen beschreiben: Contraalto mit Soulcharakter, beseelt vom Jazz der Nachkriegszeit, raffiniert und reif. Als Solosängerin ist sie zwar eine Newcomerin in der amerikanischen Jazz-Szene, doch als Musikerin längst keine Unbekannte mehr, da sie schon mit namhaften Künstlern wie Herbie Hancock, dem Saxophonisten und Komponisten Wayne Shorter oder dem Trompetisten Terence Blanchard zusammengearbeitet hat. Ihre warme, rauchige Stimme erinnert bisweilen an Sarah Vaughan, Billie Holiday oder Ella Fitzgerald, ohne dass der Eindruck des Kopierversuchs entstünde.
Introducing Robin McKelle erweckt die Swingmusik der 1940er Jahre zu neuem Leben, wobei die Stimme der Sängerin wie gemacht ist für das Repertoire dieser Ära. Mitreißender Swing, sentimentale Balladen, mit Salsa- und Tangorhythmen unterlegte Latin-Jazz Melodien halten sich auf diesem Debütalbum die Waage. Ihr gelingt es auf beeindruckende und überzeugende Weise, diese wohlbekannten Klassiker neu zu interpretieren und das will etwas heißen. Introducing Robin McKelle: ein Musikereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.