Auf einem gigantischen Plattenteller gerät die moderne Welt in Bewegung. Auf dem Tonarm des Geräts sitzend, gibt der Komponist Dimitri de Perrot den Rhythmus an. Der Choreograf und Schauspieler Martin Zimmermann umkreist als personifizierte Nadel die LP. Im Nu verwandelt sich das Bühnenbild, ein Gebilde aus einfachem Kartonmaterial, verformt sich durch einen Schnitt, einen Riss, einen Knick. Martin Zimmermann versucht sich darin einzufinden, doch es will ihm nicht gelingen. In diesem Stück ohne Worte zeigt das Schweizer Duo brillant die Entfremdung des modernen Menschen in einer technisierten Gesellschaft. Die Pseudo-Instrumente der Modernität – Bildschirm, Handy, Computer – bilden die Ketten seiner Knechtschaft. Es ist eine Persiflage auf den modernen Menschen im Umgang mit den «Neuen Medien». Die Künstler meinen es mit ihrer Kritik durchausernst, wenngleich sie den Stoff auf burleske Weise inszenieren. Die bisweilen melancholischen Momente im Stück verzichten nie auf scharfsinnige Ironie. Die lebendige Szenografie, die intelligente Inszenierung und der Hang zur Burleske: Man kommt nicht umhin, an Buster Keaton zu denken!