Theater
| salle modulable | Dauer 1 h 15 |
Mittwoch 19 Oktober 2011 um 19 h 30
Donnerstag 20 Oktober 2011 um 19 h 30
nach Imre Kertész – Bernard Bloch
Wem das Buch Roman eines Schicksallosen von Imre Kertész in die Hände fällt, der übersteht die Lektüre nicht unbeschadet. Der ungarische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger des Jahres 2002, der als Jugendlicher nach Auschwitz und später nach Buchenwald deportiert wurde, erzählt in diesem Buch die erschütternde Geschichte über seine Zeit in den Konzentrationslagern. Zudem ist er der Autor des gewaltigen Werkes Der Spurensucher, das Bernard Bloch jetzt für das Theater adaptiert hat. Er inszeniert die Reise eines Menschen, der sich auf die Spurensuche eines abscheulichen Ereignisses begibt, das vor zwanzig Jahren stattgefunden hat. Während der Suche tun sich bedrückende Fragen auf: Was bleibt von damals? Welche Erinnerung haben wir an das Grauen, das damals über uns hereinbrach? Welche Spuren gibt es noch? Eine Antwort geben die gefilmten Bilder, die mit dem Spiel der Schauspieler in Dialog stehen und aus dieser Vorführung ein „Kino-Theater“ machen. Auf der Leinwand erkennt man Grashalme oder einen Stacheldrahtzaun um Felder und Wiesen. Diese harmlosen Grashalme jedoch sind nicht von irgendwo. Sie wachsen im Elsass, nahe Struthof, dem einzigen KZ, das während des Krieges auf französischem Hoheitsgebiet errichtet wurde. 22.000 Deportierte wurden dort ermordet und genau mit dieser Realität werden wir in dieser Inszenierung konfrontiert, wodurch uns die Möglichkeit geboten wird, der Vernichtung zu entkommen.
Video : www.theatre-contemporain.net
Mittwoch, 19 Oktober nach der Vorführung / Eintritt frei
Begegnung mit den Künstlern und Daniel Lemler, psychiatre-psychanalyste
in Zusammenarbeit mit der FEDEPSY und der École Psychanalytique de Strasbourg
nach der Novelle von Imre Kertész / Übersetzung Natalia Zaremba-Huzsvai, Charles Zaremba –Actes Sud / Dramaturgie Isabelle Rèbre / Regieassistenz Pauline Ringeade / Szenographie Didier Payen / Bilder Dominique Aru / Kostüme Laurence Forbin / Musik Philippe Hersant / Lichte Luc Jenny / Ton Thomas Carpentier, Mikaël Kandelman / Technik Marc Tuleu / mit Xavier Béja, Philippe Dormoy, Evelyne Pelletier, Jacques Pieiller
Produktion Le réseau (théâtre) et (CAP). Mit der Unterstützung von der Région Île-de-France / Département von Seine-Saint-Denis / Stadt von Montreuil. Koproduktion Théâtre Dijon Bourgogne, CDN / Théâtre Jeune Public, CDN d’Alsace / La Filature, Scène nationale – Mulhouse / CIDH, Centre international d’initiation aux droits de l’homme. Mit der Hilfe von Arcadi / Fondation pour la mémoire de la Shoah / Jeune Théâtre National / Stadt von Strasbourg / Ministère de la Défense – direction de la mémoire, du patrimoine et des archives. Le texte a reçu l’aide à la création du Centre National du Théâtre. L’Arche est agent théâtral du texte représenté. Le réseau (théâtre) est subventionné par le ministère de la Culture et de la Communication – DRAC Île-de-France.
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